Julia mit Fee & Concret
"Die kleine Fee und der Wolkenkratzer"

Unsere liebe „Juja“ wandert im August 2012 mit ihrem Lebensgefährten und ihren beiden Pferden nach Dänemark aus und wird die Langberger Weiden dann leider verlassen, doch in unseren Herzen gehört sie einfach so sehr dazu, dass sie hier nicht fehlen darf. Wir wünschen ihr und ihren Pferden alles Glück der Welt. Sie wird uns in ihrer lustigen und unbeschwerten Art sehr fehlen.

Fee, geboren am 13.11.2009, ist eine z. Zt. ca. 1.45 Meter große Konik-Appaloosamix Stute, noch nicht eingeritten und soll später mal Freizeit und Dressur geritten werden.
Concret Crass, geboren am 09.06.1995, ist ein 1.82 Meter großer Westfalen Wallach, Springen L ausgebildet und auch M gegangen und Dressur A geritten. Mutter: Platonia und Vater: Carte dŽOr.
Julia, geboren am 16.03.1990, arbeitet als Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte und ist Pferdebesitzerin seit 27.07.2010.

„Zu den Langberger Weiden kam ich als 10 jähriges Mädchen, ohne richtig eine Ahnung von Pferden und vom Reiten zu haben. Dennoch hatte ich immer den Wunsch reiten zu lernen. In dem ersten Jahr ritt ich Nero, einen sehr hübschen Haflingerwallach, bis zum dem Zeitpunkt, an dem seine Arthrose es nicht mehr zuließ, ihn zu reiten. Dann ritt ich mein Seelenpferd Fanny Fee. Eine braun-rötliche Schleswiger Kaltblutstute mit einer tiefschwarzen Mähne. Ein Charakter, so wie ihn noch nie erlebt hatte. Sanftmütig, ruhig und gelassen. Auf ihr lernte ich das Reiten. Wenn sie galoppierte, bebte die Erde. Ich werde es niemals vergessen.Wir erlebten viele schöne Momente, die ich in meinem ganzen Leben niemals missen möchte. Am schönsten war es, wenn ich mich auf ihren blanken Rücken schwang und nur mit einem Halfter bewaffnet einen ruhigen Ausritt mit ihr machte. Nur wir zwei. Am 06. September 2009 ließen wir Fanny ins Himmelreich gehen durch Folgen einer Kolik. Einer meiner schrecklichsten Tage in meinem Leben, ich musste mein Seelenpferd gehen lassen. Nun lebt sie ihr Leben mit Flügeln weiter und ich bin ihr zutiefst dankbar für eine wundervolle gemeinsame Zeit.

Fee, meine wilde und doch so vertraute Stute
Fee, auf den Langberger Weiden geboren und die Tochter der Appaloosastute Joy, verdrehte mir seit dem ersten Moment an den Kopf und ich verliebte mich sofort in dieses wunderbare kleine Wesen. Es war schon immer mein Traum gewesen ein eigenes Pferd zu haben. Ab dem 27. Juli 2010 konnte ich mich stolze Pferdebesitzerin nennen. In unseren ersten zwei Jahren haben wir schon viele schöne und schwierige Zeiten hinter uns gebracht. Zwei Mal fügte sich Fee einen Krontritt zu, wie auch immer, es ist mir bis heute unklar, sodass ich beim zweiten Krontritt mit Fee in die Klinik musste. Durch den ersten Krontritt hatte sie schlechte Erinnerungen an den ständigen Verbandswechsel und ließ somit niemanden mehr an ihre Huf. Eine schwierige Zeit für uns, die uns aber sehr zusammen geschweißt hat. Fee ist eine sehr anhängliche und vertrauensvolle Stute. Durch ihren Vater, der Konik ist, hat sie ihr Temperament und ihre eigenwillige Art geerbt. Bisher haben wir viele schöne Spaziergänge unternommen, ein wenig Scheutraining gemacht und langsam, sehr langsam fangen wir mit ein wenig Bodenarbeit an. Fee ist ein herzensgutes Wesen, die mir jedes Mal den Tag versüßt und die ich sehr liebe.

Concret, mein sanftmütiger Riese
Concret ist mein 1995 geborener Westfalen-Wallach, der im Spätsommer 2011 zu mir kam. Seine Vorbesitzerin hatte nicht die nötige Zeit und das Geld, um ihn weiter behalten zu können. Da ich im guten Kontakt zur Vorbesitzerin stand, entschied ich mich, Concret bei mir aufzunehmen. Er war sein ganzes Leben lang ein Boxenpferd und nun ermöglichte ich ihm ein Leben, wie es die Wildpferde leben. 24 Stunden und 365 Tage im Jahr in freier Natur. Schon viele Stallwechsel hat er mitmachen müssen. Durch sein Verhalten am Anfang konnte man gut sehen, dass er sehr unsicher und ängstlich war. Concret lebte sich dennoch wunderbar ein auf den Langberger Weiden und gliederte sich gut in seine neue Herde ein. Mit der Zeit legte er seine Angst und Unsicherheit ab. Da er über den Winter viel an Gewicht verlor, deckte ich ihn ein und fuhr zwei Mal täglich zu ihm, um ihm sein Zusatzfutter zu geben. Richtig zunehmen wollte er jedoch nicht. Mitte dieses Jahres bekam er eine Schlundverstopfung und es stellte sich bei Untersuchung des Tierarztes heraus, dass seine Zähne miserabel waren. Die Vorbesitzerin hatte mir vor dem Kauf erzählt, dass seine Zähne erst vor einem Jahr gemacht worden waren, wahrscheinlich nicht ordentlich. Ich ließ ihm seine Zähne machen und seitdem die Zähne behandelt wurden, sieht er wieder richtig gut aus. Den ganzen Winter konnte ich durch seinen schlechten Körperzustand nichts mit ihm machen, außer ein paar Spaziergänge um uns kennenzulernen. Seit ein paar Monaten reite ich ihn nun wieder regelmäßig und arbeite mit ihm auf dem Platz. Unser gegenseitiges Vertrauen wächst von Tag zu Tag. Er ist ein sehr kraftvolles, großes und sanftmütiges Wesen. Ich bin sehr froh, ihn bei mir aufgenommen zu haben.

Nun, nach fast 12 Jahren auf den Langberger Weiden, werde ich einen anderen Weg einschlagen. Mein Weg verschlägt mich in das Herz Dänemarks. Eine meiner schwierigsten und lang überlegtesten Entscheidungen in meinem Leben. Ende August 2012 geht die Reise los. Ich werde Fee und Concret einladen und ein Stück Heimat hinter mir lassen. Ich werde meine so liebgewonnenen Freunde, Hunde, Pferde, Ziegen und Auerochsen und jede Ecke der Langberger Weiden vermissen. Wer weiß, wohin mich mein Weg führen wird, vielleicht werde ich eines Tages zurückkehren.“

Unsere ganze Geschichte könnt ihr hier nachlesen:
Unsere Freakshow
Und bei YouTube findet ihr uns hier:
Video 1