Olaf mit seinen Tieren

„Chef der ganzen Rasselbande, unser Visionär, Beschützer, Praktiker, Helfer und Freund“

Bestimmt, naturnah und von seiner Philosophie überzeugt sind Adjektive, die Olaf sehr gut beschreiben. Mit der Natur und den Tieren im Einklang lebt Olaf und das schon seit langer Zeit. Der stets praktisch und zurückhaltend gekleidete Mann ist der Mann, der bei uns hinter den Fütterungen, Tränken, Weiden und Tieren steht und für ihr Wohl sorgt. Erst die Tiere, dann der Mensch, so lautet Olafs oberste Regel und Tag für Tag versorgt und kontrolliert er in stundenlanger Arbeit erst alle Tiere auf den Langberger Weiden, bevor er nach seinem harten Arbeitstag selber etwas isst. Es gibt wohl keinen Menschen, der sich durch eine größere Tierliebe und Naturnähe auszeichnet als ihn.

Untrennbar zu ihm gehören die beiden jungen, ausgelassenen Schäferhunde, der ernstere Harm und der unbeschwerte Drago, die eine große und faszinierende Besonderheit aufweisen. Sobald in der Ferne ein Martinshorn erklingt, und sei es noch so leise, beginnen beide Hunde tief und ursprünglich wie Wölfe zu klagen, was oft für Gänsehaut sorgt. Es ist als wüssten sie, dass jemand in Gefahr ist und Hilfe bedarf. Mit den beiden lebt Olaf Seite an Seite und liebt sie sehr. Wenn man Olaf im Hundeauslauf sitzen sieht, mit seinen beiden Hunden an seiner Seite und einem alkoholfreiem Bier in der Hand, weiß man, dass Olaf Feierabend hat und sein Leben genießt.

Jeder Einsteller hat ein ganz eigenes Verhältnis zu Olaf, denn für ihn stehen die Tiere einfach immer an erster Stelle, was auch mal in etwas harsche Worte verpackt wird, wenn wir "Mädels" etwas Unbedachtes tun. Doch wer Olaf besser kennt, der weiß, dass sich hinter seinem rauen und wortkargen Äußeren ein großes und gutes Herz verbirgt und wenn er etwas Hartes sagt und danach ein wenig kichert, weiß jeder in der Stall Crew, dass er im Grunde genommen einfach nur nicht wusste, wie er es anders sagen sollte. Wir sind alle froh, dass wir ihn haben, denn nur durch ihn, seinen großen Einsatz und seine unglaubliche Willenskraft wurden die Langberger Weiden zu dem, was sie heute sind.

Lotta und Paula
Sind die beiden verrückten Ziegen, die in ihrem großen Laufgehege direkt neben dem Parkplatz Tag für Tag in begeistertem Galopp von ihrem Findlingshaufen herunter hüpfen und mit lautem Meckern und schief gelegtem Kopf jeden Besucher begrüßen, in der Hoffnung, ein Stückchen Brot zu ergattern.

So ruhig und neugierig die helle Lotta, so angriffslustig jedoch die bunte Paula, die jedes Eindringen in ihr Revier mit quietschenden Attacken auf den Hinterbeinen quittiert. Oft haben wir auch schon den Kopf über die beiden geschüttelt und doch gehören sie einfach zu den Langberger Weiden dazu.

Die Ponyherde
Die vier Shetlandponys, die auf der Koppel vom Außenstall stehen, sind die kleinen Racker der Langberger Weiden. Geprägt von ganz unterschiedlichen Charakteren, ergeben sie eine kleine Herde, die sich frech und fröhlich in die Herzen der Menschen einschleicht.
Wyona ist die kleine dunkelbraune Stute, die es eine lange Zeit nicht in der Koppel hielt. Sie fand es viel spannender, auf der anderen Seite des Zaunes zu fressen, nach dem Motto: Spannend ist es nur da, wo die Anderen nicht hin dürfen. Der ebenfalls dunkelbraune Nemo ist der freche Jungspund unter den Ponys und er kann vor allem durch sein fuchsfarbenes Maul von Wyona unterschieden werden. Darüber hinaus ist er unheimlich neugierig und liebt es, in Sachen zu beißen, in die er nicht beißen darf. Was wäre ein Pony doch auch ohne Unarten?

Dori ist eine fuchsfarbene Stute, die eher artig und ruhiger ist. Sie bringt ein wenig Ruhe in die quirlige Ponyherde und besticht durch ihr süßes Aussehen und ihr treues Hinterherlaufen beim Betreten der Weide.

Die eher scheue Ponystute Neele ist eine Windfalbin mit außergewöhnlich heller und langer Mähne und einem dunklen Fell. Neele lässt sich nur mit viel Geduld einfangen und hatte viele Jahre stark mit dem Sommerekzem zu kämpfen, welches sich jedoch auf den Langberger Weiden mittlerweile beinahe gelegt hat. Durch ein tragisches Unglück wurde das damals fünfte Pony, Gina, von Fijalar getötet, seitdem sind die Racker nur noch zu viert. Eine kleine Ponyherde mit sehr speziellen Charakteren, die ihr Leben auf der Weide des Außenstalles genießen.

Kuno
Kuno kam als Saugfohlen im Mai 2010 auf die Langberger Weiden. Ein halbes Jahr später verstarb seine Trabermutter jedoch tragisch und Kuno blieb als Waisenkind auf den Weiden zurück. Vertrauensvoll schloss er sich Fijalar an, der sich sehr liebevoll und mit großer Ruhe um Kuno kümmerte und eine Weile "Kunos schwarzer Schatten" genannt wurde. Inzwischen ist Kuno kein kleines Waisenkind mehr, sondern hat sich zu einem starken Jungpferd entwickelt. Zu gerne tobt er mit der etwa gleichalten Fee über die Weide und genießt sein Leben. Kuno ist halfterführig, doch am wohlsten fühlt er sich mit nur einem Strick um den Hals, denn so pflegt Olaf ihn zu führen. Mit einer großen inneren Ruhe sind für ihn selbst unbekannte Dinge wie der Hufschmied kein Problem und Kuno steht Mal für Mal still und gelassen da. Ein wildes und freies Leben prägt Kunos Wesen und lässt ihn zu einem unbeschwerten, selbstbewussten und stolzen Wallach werden.

Nero
Nero ist unser Stallältester, der mit seinen geschätzten 20 Jahren seinen Lebensabend auf den Weiden genießt. Schon lange ist Nero ein Teil der Herde und mit seiner dicken, blonden Mähne, seinem großen Kopf und Hals und seinen von Arthrose stark gekennzeichneten Beinen ist der schwere Haflinger ganz einzigartig auf der Koppel. Durch die naturbelassene Haltung und der Ruhe, die Nero genießt, lebt er wohl länger als jedes anderes Pferd mit solch starker Arthrose. Mit vielen Medikamenten wurde bereits versucht, Nero von seinen Beschwerden zu befreien, aber nichts hat so gut geholfen, wie die weite Fläche und die Bewegung auf den Weiden. Wenn die Herde im vollen Galopp über die Weide fegt, wandert Nero gelassen und mit der Ruhe des Alters langsam hinter ihnen her und nimmt zwischendurch einen Happen Gras. Er scheint bei uns seinen Frieden mit sich und der Welt gefunden zu haben.

Suska
Die von dem Koppelbesitzer sehr geliebte Schimmelstute lebte fast 30 Jahre auf den Langberger Weiden und war eine wahre Kämpfernatur. Ein kleines, zähes, weißes Welsh Pony, das auch im hohen Alter noch mit hoch gestrecktem Kopf und gespitzten kleinen Ohren mit den Großen mithielt und im stolzen Trab wie ein Jungpferd voller Lebensdurst mit ihnen mitlief. Kaum einen Zahn hatte die kleine Stute noch im Maul, weshalb sie über Jahre vom Koppelbesitzer morgens und abends einen eingeweichten, nahrhaften Brei bekam, den sie begeistert schlabberte. Sie verbrachte ein gutes, wohl behütetes und langes Leben auf den Langberger Weiden und wurde aus tiefstem Herzen geliebt, ehe sie im Sommer 2011 einschlief. Sie bleibt unvergessen.